Archiv der Kategorie: Geld- und Währungspolitik

Vollgeld verhindert Finanzkrisen

Britta Kuhn

Seit der Finanzkrise entstanden zahllose nationale und internationale Regulierungen. Selbst Finanzexperten überblicken ihre Auswirkungen und Interdependenzen in keiner Weise, von einer demokratischen Kontrolle kann insofern erst recht keine Rede sein. Schlimmer noch: Die Flut komplizierter Gesetze und Verordnungen vermeidet keine künftigen Finanzkrisen, das System gilt unter Volkswirten als genauso instabil wie vor 5 Jahren. Statt Komplexität, die jeden staatlichen Regulierer überfordert, bedarf es daher einfacher Regeln, die automatisch greifen. Hierzu gehört – neben drastisch erhöhten Eigenkapitalanforderungen für Finanzdienstleister aller Art[1] – der Übergang zu einem Vollgeld-System nach Joseph Huber[2].

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EURO-RETTUNG DEMOKRATISIEREN!

Britta Kuhn

Erfrischend anders bei der Euro-Diskussion: Es gilt nicht „links“ oder „rechts“, sondern „demokratisch“ versus „undemokratisch“. So hat die Europäische Zentralbank das Ruder inzwischen fast vollständig übernommen. Wen interessiert zum Beispiel schon, dass sie gegen ihr rein geldpolitisches Mandat munter Finanzpolitik betreibt. Solange „die Märkte“ ruhig bleiben. Mindestens bis zur deutschen Bundestagswahl am 22.09.2013. Dabei wäre eine Stärkung des Verursacherprinzips und der demokratischen Kontrolle in der europäischen Wirtschaftspolitik im dringenden Interesse einer Bevölkerungsmehrheit, wie mein Beitrag in WiSt von Juni 2013 detailliert verdeutlicht[1].

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