Archiv der Kategorie: VWL

ÖKONOMEN FORDERN ECHTE FINANZMARKTREFORMEN

Britta Kuhn

„Ökonomie neu denken“ – dies verlangten namhafte Volkswirte wie Martin Hellwig, Thomas Mayer, Helge Peukert und Joseph Huber bei einer Konferenz am 26.2.2014[1] im Hinblick auf Finanzmarktregulierungen. Statt klein-klein-Reförmchen plädierten sie für drastisch erhöhte Eigenkapitalanforderungen sämtlicher Finanzmarktakteure bzw. für ein Ende der blasenbildenden Buchgeldschöpfung durch Kreditinstitute. Wichtige wirtschaftshistorische Erkenntnisse steuerte Moritz Schularick bei. Weniger anregend: Jörg Asmussens Keynote oder die Diskussion zur Geldtheorie und –politik. Und wie bei fast jeder Volkswirte-Tagung beherrschten bekannte Herren reiferen Jahrgangs das Podium, was den Erkenntnisgewinn überschaubar machte.

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VOLKSWIRTSCHAFTSLEHRE: WENIGER NEOKLASSIK, MEHR VON ALLEM ANDEREN!

Britta Kuhn

Die herrschende Volkswirtschaftslehre beruht auf einem streng individualistischen und mathematischen Optimierungskalkül. Dadurch vernachlässigt sie ethische und sozialpsychologische Auswirkungen von Markthandlungen. Sie sollte vielseitiger werden.

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NEUER WOHLSTANDSBEGRIFF FÜR DEUTSCHLAND

Britta Kuhn

Die Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ des Deutschen Bundestags hat ihre Arbeit beendet[1]. Sie schlägt insbesondere einen Wohlstandsbegriff vor, der zehn Leitindikatoren und neun Warnlampen in den drei Bereichen Materieller Wohlstand, Soziales und Teilhabe sowie Ökologie umfasst. Der neue Maßstab erfasst viel besser als das Bruttoinlandsprodukt, was Wohlstand ausmacht. Seine Umsetzung dürfte aber mangels einer aggregierten, griffigen Kennzahl scheitern.

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