ANLEGERSCHUTZ IN DEUTSCHLAND: NOCH VIEL LUFT NACH OBEN

Britta Kuhn

Bachelor-Thesis von Birgit Gross-Bosch[1] zeigt Schwächen der neuen Regeln

Seit der Finanzkrise ist im deutschen Anlegerschutz viel passiert: Privatkunden sollen verständliche Produktinformationen erhalten, Anlageberater Kunden- anstatt Bankinteressen verfolgen und ausführliche Beratungsprotokolle Schadenersatzklagen fehlgeleiteter Kunden erleichtern. Die Abschlussarbeit zeigt jedoch, dass zwischen Anspruch und Wirklichkeit große Lücken klaffen, und schlägt weitreichende Reformen vor.

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BEERDIGT DEN „HOMO OECONOMICUS“!

Britta Kuhn

So hätte mein Beitrag auf Ökonomenstimme eigentlich heißen sollen. Aber die Redaktion beschränkte sich lieber auf den Untertitel: Der Kampf traditioneller Volkswirte gegen eine „Anstups-Politik“ ist realitätsfern[1]. Erfreulich: Überdurchschnittlich viele Leser und emotionale Kommentare zeigen, dass die Auseinandersetzung zwischen neoklassischer Volkswirtschaftslehre und Verhaltensökonomik die Gemüter bewegt.

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IMMER MEHR IST NICHT GENUG!

Britta Kuhn

Vortrag der ZEIT-Journalistin Petra Pinzler am 7.3.2013 in Wiesbaden

Wozu dienen Wirtschaft und Politik? Warum streben wir nach immer mehr materiellem Wohlstand? Was sind sinnvolle Glücksindikatoren? Diese und ähnlich nachdenkliche Fragen stellte Pinzler dem bunt gemischten Publikum in einer Attac-Veranstaltung im Pariser Hoftheater Wiesbaden. Die Volkswirtin erläuterte wesentliche Erkenntnisse führender Glücksforscher und Wachstumskritiker in einem humorvoll-unterhaltsamen Vortrag, den sie nach ihrem Buch[1] benannt hatte. Daneben brachte sie interessante Lebenserfahrungen ein, vor allem aus den USA. In der anschließenden Diskussion zeigte sie sich intellektuell sehr neugierig und gesprächsbereit. Lediglich ihren Optimismus, dass nachhaltige Lebensformen ohne harte politische Anreize an Raum gewinnen werden, vermochte nicht jeder im Saal zu teilen.

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